Luftqualität 2025 in Essen: Grenzwerte an allen Messstellen eingehalten

10.03.2026

Die Belastungen durch Stickstoffdioxid (NO₂) lagen nach Auswertungen der vorläufigen Messwerte des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) im vergangenen Jahr an allen Messstellen in Essen unterhalb des EU-Grenzwertes von 40 µg/m³. Auch an der Messstelle an der Autobahn A40, in Höhe der Kruppstraße 117, konnte der Immissionsgrenzwert mit einem vorläufigen Jahresmittelwert von 34 µg/m³ sicher eingehalten werden. Im Vorjahr betrug das Jahresmittel 39 µg/m³.

"Es stimmt positiv, dass es gelungen ist, die Luftschadstoffbelastung insbesondere an der A40 weiter zu senken. Speziell an dieser Stelle wäre dies nicht ohne die Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH möglich gewesen. Aufgrund der positiven Entwicklung konnte die Geschwindigkeitsbeschränkung am entsprechenden Abschnitt der A40 bereits etwas gelockert werden“, betont Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Verkehr und Sport.

Auch für die übrigen Messstellen hat die Stadt Essen die vorläufigen Monatsmittel des LANUK ausgewertet. Für das Jahr 2025 wurden NO2-Jahresmittelwerte zwischen 19 μg/m³ an der Hintergrundmessstelle Essen-Schuir/LANUK und 31 μg/m³ an den verkehrsnahen Messstellen Altenessener Straße und Essen-Frohnhausen ermittelt.

Die Feinstaubbelastung (PM10 und PM2,5) lag wie in den Vorjahren sicher unterhalb der Grenzwerte von 40 µg/m³ für PM10 und 25 µg/m³ für PM2,5 im Jahresmittel. Auch die erlaubte Anzahl von 35 Überschreitungen des PM10-Tagesmittelwertes (50 µg/m³) wurde selbst an der höchst belasteten Messstelle Gladbecker mit 21 Überschreitungstagen nicht ausgeschöpft.

Die vorläufige Auswertung der kontinuierlichen Messstellen (Messcontainer) und die vorläufigen Monatsmittel können beim LANUK eingesehen werden.

Europäische Luftqualitätsrichtlinien als Herausforderung

Obwohl sich die Luftqualität in Europa den letzten zwei Jahrzehnten wesentlich verbessert hat, bewertet die europäische Umweltagentur Luftverschmutzung als das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko für die europäische Bevölkerung. Deshalb ist im Dezember 2024 eine überarbeitete Luftqualitätsrichtlinie, welche die in der EU geltenden Luftqualitätsgrenzwerte ab dem Jahr 2030 näher an die WHO-Normen heranführt, in Kraft getreten.

Ab dem Jahr 2030 müssen diese neuen und deutlich strengeren Luftqualitätsgrenzwerte auch an den Messstationen in Essen eingehalten werden. Mit Blick auf die aktuellen Messwerte schätzt Simone Raskob die neuen Grenzwerte als Herausforderung für Essen ein. Gleichzeitig betont sie: "Die Luftschadstoffbelastung in der Atemluft zu senken, bedeutet eine wichtige Verbesserung für die Gesundheit unserer Bürger*innen, insbesondere an den hochbelasteten Hauptverkehrsstraßen."

Wie Stickstoffdioxid (NO₂) entsteht

Stickstoffdioxid (NO₂) entsteht hauptsächlich bei Verbrennungsprozessen, insbesondere bei hohen Temperaturen. Die wichtigsten Quellen in Städten sind:

Verkehr: Der größte Anteil von Stickstoffdioxid in städtischen Gebieten stammt von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, insbesondere Dieselfahrzeugen. Bei der Verbrennung von Kraftstoff in Motoren wird Stickstoffoxid (NO) freigesetzt, das sich in der Atmosphäre mit Sauerstoff zu Stickstoffdioxid verbindet.

Industrielle Prozesse: Fabriken und industrielle Anlagen, die fossile Brennstoffe verbrennen, setzen ebenfalls Stickstoffoxide (NOₓ) frei, zu denen auch Stickstoffdioxid gehört.

Heizung und Energieerzeugung: Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas in Heizsystemen und Kraftwerken kann ebenfalls Stickstoffdioxid emittieren.

Baustellen und Maschinen: Baumaschinen und andere Geräte, die mit Verbrennungsmotoren betrieben werden, tragen ebenfalls zur Emission von Stickstoffdioxid bei.

Hinweis
Die vom LANUK veröffentlichten Werte basieren auf vorläufigen Daten. Zum Zeitpunkt der Erstellung der Vorlage für den Ausschuss für Umwelt, Klima und Verbraucherschutz der Stadt Essen (AUKV) lagen NO₂-Monatsmittelwerte für den Zeitraum Januar bis Oktober 2025 vor. Inzwischen wurden auch die vorläufigen Werte bis Dezember 2025 veröffentlicht und durch das städtische Umweltamt ausgewertet. Daher können die in der Pressemitteilung genannten Zahlen von den Angaben in der ursprünglichen Vorlage 0339/2026/6 abweichen.

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